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Vortrag von Frau Dr. Presser über Akne inversa


Am 06.10.2010 lud die Selbsthilfegruppe Akne inversa Deutschland (heute Deutsche Interessengemeinschaft Akne inversa e.V.) zu einem Vortrag von Oberärztin Frau Dr. Presser in Gießen ein, die eine der Kapazitäten auf dem Gebiet der Akne inversa ist. Frau Dr. Presser zeichnet sich unter anderem durch ihre psychosoziale Kompetenz und die ganzheitliche Behandlung des Erkrankten aus.

Aus weiten Teilen Deutschlands reisten Patienten und Angehörige an, um dem Vortrag beizuwohnen.

Um 14 Uhr begann die Veranstaltung, die sehr gut besucht war. Das lag sicherlich auch daran, dass die erste Veranstaltung der Selbsthilfegruppe ein großer Erfolg war.

Frau Dr. Presser begann mit einem Vortrag, der ursprünglich für Mediziner ausgelegt war. So konnte man mal hören, wie eine "Informationsquelle" für Ärzte aussieht. In ihrer lockeren Art übersetzte sie die Fachbegriffe in leicht verdauliche Kost.
Auch ging sie auf die einzelnen Faktoren der Erkrankung ein, die weit mehr umfassen, als nur Rauchen und Übergewicht. Ein Beispiel ist die Nassrasur, die nicht empfohlen wird. In diesem Punkt glich ihr Vortrag unseren Erfahrungen in der Selbsthilfegruppe.

Im weiteren Verlauf kamen die Operationsmethoden mit eindrucksvollen Bildern zur Sprache.
Frau Dr. Presser verwies darauf, dass große Operationen, die Ausnahme sind, wenn frühzeitig behandelt wird. Ebenso betonte sie die chronische Komponente der Erkrankung und dass die Akne inversa aus ihrer Sicht zu lindern sei, das heißt, dass die Anzahl der Schübe und deren schwere Auswirkungen zu verringern seien, wenn man frühzeitig die Faktoren reduziert (mehr dazu in unserem Forum).

Um 15 Uhr wurde bei Kaffee und Kuchen in einer kleinen Pause im Vorraum über die Eindrücke des Vortrags geredet.

Wir glauben, dass sich durch diesen Vortrag möglicherweise die Ansichten mancher Angehöriger über die Schwere des Verlaufs geändert haben könnten.

In der nachfolgenden Diskussionsrunde stellte Frau Dr. Presser das Forschungsprojekt in Gießen vor, an dem die Selbsthilfegruppe schon lange aktiv mitarbeitet und eingebunden ist.

Stress und auch die Ernährung als möglicher Faktor der Erkrankung kamen zur Sprache, ebenso wie MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) und ORSA (Oxacillin-resistenter Staphylococcus aureus). Mittlerweile möchte man nicht nur MRSA/ORSA bekämpfen, sondern alle Multiresistenten Erreger (MRE). Des Weiteren wird die genetische Disposition bei Akne inversa Erkrankten untersucht.

Verbandsmaterial und Fragen nach der "Ganzkörperdesinfektion"wurden erläutert. Gerade hier zeigte sich ein großes Informationsbedürfnis. Daniela Winkler beantwortete kompetent Fragen zu rechtlichen Gegebenheiten und zur Schwerbehinderung.


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Wir möchten uns herzlich bei Frau Dr. Presser bedanken, dass sie sich bereit erklärt hat, diesen Vortrag ehrenamtlich für uns Erkrankte zu halten, sowie bei Prof. Dr. Göbeler (Leiter der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie in Gießen) für seine Unterstützung.



07.10.2010

Autor: Thomas Winkler

Letzte Aktualisierung: 23.10.2011

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